Wissenschaft & Gesundheit

Kategorie: Wissenschaft & Gesundheit | 279 Beiträge

Eisen-Mythos widerlegt: Aus Fleisch stammendes Eisen lässt die Gefäße rosten

Wir brauchen Fleisch wegen dem Eisen? Eine neue Studie zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Eisen aus Fleisch schädigt das Herz, während Eisen aus Pflanzen keine herzschädigende Wirksamkeit aufweist. Wer sich vegan ernährt, braucht keinen Eisenmangel zu befürchten, kann aber die herzschädigenden Auswirkungen des aus Fleisch stammenden Häm Eisen vermeiden.

Vegan stoppt Entzündungsprozesse im Körper

Wissenschaftler haben soeben Befunde veröffentlicht, die aufzeigen, dass eine vegane Ernährung entzündlichen Prozessen im Körper entgegenwirkt. Möglicherweise erklärt dieser antientzündliche Prozess einer veganen Ernährung einen Teil der vielfältigen positiven Auswirkungen einer veganen Ernährung auf die menschliche Gesundheit.

Weltweite Umfrage: Vielen Menschen ist unbekannt, wie sehr ihr Fleischkonsum der Umwelt schadet

Soeben hat Chatham-House eineweltweite Umfrage in 12 Ländern durchgeführt, um das Bewusstsein über die klimaschädlichen Auswirkungen der Fleisch- und Milchproduktion sowie den Änderungswillen der befragten Teilnehmer zu erfassen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Öffenltichkeit weltweit nur unzureichend informiert ist über die negativen Auswirkungen der Milch- und Fleischproduktion auf das Weltklima. Dabei schaden Produktion und Konsum von Tierprodukten dem Klima mehr als der Verkehr. Vegan ist entsprechend die umweltverträglichste Lebensweise, wobei aber der Weg zu einer veganen Gesellschaft über die schrittweise Verminderung des Konsums und der Produktion von tierischen Lebensmitteln führt.

Was sind die wichtigsten Motive für eine vegane Lebensweise?

Eine Masterarbeit zeigt, dass altruistisch-moralische Motive bei der Entscheidung für eine pflanzenbasierte vegane oder vegetarische Ernährung überwiegen. Tierschutz, Umweltschutz und Vermeidung von übermäßigem Konsum sind wichtige Aspekte, wobei aber auch das Handeln im Einklang mit den eigenen Werten ein zentrales Motiv ist, welches unmittelbar auf das an erster Stelle stehende Tierschutzmotiv folgt. Bei Veganern ist das intrinsische Motiv noch stärker ausgeprägt als bei Vegetariern. Während die Gesundheit ebenfalls eine, wenn auch geringere, Rolle spielt, sind Aspekte, wie Gewichtskontrolle, Image oder Geselligkeit, zweitrangig.

Wer bleibt Veganer und wer bricht ab?

Eine Untersuchung der Psychologinnen Katie Haverstock und Deborah Kirby Forgays, veröffentlicht im Journal “Appetite” (2012), beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, welche Faktoren dazu führen, dass Menschen bei einer veganen Lebensweise bleiben oder sie abbrechen. Einstellungen und Entwicklungsverlauf zur veganen Lebensweise werden als entscheidende Faktoren identifiziert. Es ergebensich wichtige Implikationen, wie wir dazu beitragen können, dass Menschen sich entscheiden, dauerhaft vegan zu leben.

Wie beginnen Menschen vegan zu leben? Eine psychologisch begründete Analyse mit Handlungsempfehlungen zum Grausamkeits-Stopp beim Essen

In der Regel geschieht die Annahme eines veganen Lebenswandels in Phasen, die oftmals eine ursprüngliche Affinität zu Tieren, die Konfrontation mit dem gesellschaftlich verursachten Tierleid und die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen sowie Lernen über die Umsetzbarkeit eines veganen Lebenswandels beinhalten. Dies kann genutzt werden, um die Effektivität der Vermittlung eines veganen Lebenswandels zu erhöhen und dadurch einen “Modeveganismus”, der sich durch geringen Internalisierungsgrad und eine dadurch bedingte hohe Instabilität über die Zeit kennzeichnet zu vermeiden. Konfrontation mit der gegen Tiere gerichteten Grausamkeit ist mit positiven Informationen zur veganen Lebensweise und einer Akzeptanz für eine schrittweise Annäherung zu verbinden, eine Einengung auf Begriffe, wie Genuss, Gesundheit und Fitness, ist aber zu vermeiden.

Widersprüche und Identität ethisch motivierter Veganer

In einer Untersuchung zur veganen Identität werden vielfältige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen befragten ethisch motivierten Veganern deutlich. Der Begriff “vegan” erscheint dabei als vielfacettig, wobei ebenfalls deutlich wird, dass eine 100% Vermeidung von tierischen Produkten nicht möglich ist, weshalb Strategien zum Umgang mit diesen Inkonsistenzen von Veganern entwickelt und angewandt werden.