Herzgesundheit

Pflanzenkost gut für Herz, Zuckerstoffwechsel und Körpergewicht

Eine neue wissenschaftliche Überblicksarbeit zeigt die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung für die Prävention von Herzerkrankungen und Diabetes II sowie für ein verbessertes Gewichtsmanagement. Vegane Ernährungsweisen setzen das Konzept der pflanzenbasierten Ernährung optimal um und sind zudem auch aus tierethischer und ökologischer Perspektive zu empfehlen.

Fleischlos ist Herzschutz

Herzschädigende Substanzen treten im Blutplasma von fleischlos (vegetarisch) lebenden Personen weniger auf als bei Fleischessern – dies zeigt eine neue Studie. Die Ergebnisse bestätigen zahlreiche andere Befunde, die für Vorteile einer vegetarische und insbesondere auch eine veganen Ernährung für die Herzgesundheit sprechen.

Vegan macht die Halsschlagader gesund

Nach neuen wissenschaftlichen Befunden führt eine vegane Ernährung offenbar zu einer Abnahme der Intima-Media-Dicke (Intima media thickness, IMT) der Arteria Karotis (Halsschlagader), was als ein wichtiger Schutzfaktor vor Herzerkrankungen gilt. Allerdings sind umfangreichere Studien notwendig, um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und IMT besser absichern und verstehen zu können. Integriert in die wissenschaftliche Gesamtbefundlage weist aber bereits jetzt dieser Befund erneut darauf hin, dass die Herzgesundheit durch eine vegane Ernährung profitieren kann.

Fallbericht: Fettreiche vegane Ernährung heilt Herzerkrankung

Studien zeigen bereits, dass eine fettarme vegane Ernährung zur Rückentwicklung der koronaren Herzerkrankung führen kann. Nunmehr deutet ein medizinischer Fallbericht darauf hin, dass eine fettreiche vegane Ernährung sich womöglich ebenso positiv auf ein bereits erkranktes Herz auswirken kann.

Veganer gefährden unnötig ihre Herzgesundheit durch leicht vermeidbaren Vitamin B12 Mangel

Eine vegane Ernährung ist mit zahlreichen Auswirkungen assoziiert, die typischerweise die Herzgesundheit fördern. Beispielsweise haben Veganer einen geringeren Body-Maß-Index, günstigere Blutfettprofile und leiden seltener an Diabetes. Dennoch können große epidemiologische Studien keine signifikant geringere Häufigkeit von Herzerkrankungen bei Personen feststellen, die sich vegan ernähren. Eine neue Überblicksarbeit weist drauf hin, dass für diesen scheinbar paradoxen Befund ein leider bei sich vegan ernährenden Personen oft zu beobachtender Vitamin B12 Mangel verantwortlich sein dürfte. Dabei lässt sich ein solcher Vitamin B12 Mangel durch Supplementierung oder Konsum angereicherter Lebensmittel leicht vermeiden. Alle vegan lebenden Personen sollten dringend auf eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung achten.

Fleischverzicht ist gut für die Nierengesundheit

Die beiden SubstanzenIndoxyl Sulfate (IS) und p Cresyl Sulfate (PCS) sind proteingebundene Toxine, die die Nieren schädigen können. Eine neue Studie zeigt, dass Fleischkonsum zu einem Anstieg dieser Giftstoffe führt. Patienten mit Nierenerkrankungen und allen, die mögliche Nierenerkrankungen verhindern wollen, ist zu einer pflanzenbasierten, veganen Ernährung zu raten.

Vegan führt zu herzgesunden Blutwerten

Nach den Befunden einer aktuellenStudie weisen Veganer im Vergleich zu Fleischessern (Omnivoren) besonders günstige, die Herzgesundheit fördernde Blutfette auf. Allerdings werden Veganer nur dann ihre Herzgesundheit nachhaltig fördern können, wenn sie ebenfalls auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 achten.

Vegan beseitigt Angina Pectoris

In „Case Reports in Cardiology“ wurde soeben der Fall eines Mannes veröffentlicht, der sich mit den typischen Symptomen einer Angina Pectoris präsentierte. Ein Belastungs-EKG bestätigte die Symptomatik. Der Patient wies zusätzlich einen grenzwertig erhöhten Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und einen BMI von 26 auf. Unter einer veganen Ernährung kam es zu einer rapiden Rückentwicklung der Symptomatik wie auch zu einer Normalisierung von BMI, Cholesterin-Werten und Blutdruck. Die Autoren empfehlen allen Patienten mit Arterienverkalkung, zunächst mit einer veganen Ernährung zu beginnen.

Herzgesundheit: Vegan, aber bitte mit Vitamin B12

Veganer weisen ein optimales Profil der klassischen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Herzerkrankung auf, wie den Blutfetten oder dem Blutdruck. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt allerdings, dass die Herzgesundheit von Veganern dennoch nicht so viel besser ist wie die Herzgesundheit von Fleischessern, weil viele Veganer nicht auf eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung achten. Dies erhöht aber das Risiko für eine Herzerkrankung, was dem eigentlichen Schutzeffekt einer veganen Ernährung leider entgegenwirkt. Wer ein gesundes Herz haben will, sollte sich daher vegan ernähren, aber bitte mit Vitamin B12-Supplementierung.