Umfragen

Fleischlos leben: Aufschieben beruhigt nur das Gewissen

Studenten der Uweltwissenschaften wisssen, dass Fleischessen ein Problem ist. Sie ändern ihr Verhalten aber nicht, sondern nehmen sich lediglich vor, dies künfitg zu tun. Dies zeigt eine neue wissenschaftliche Untersuchung. Eine völlig unbestimmte Intention, sich künftig zu ändern, kann demnach Fleischkonsum durch die sofortige Minderung von Schuldgefühlen aufrechterhaltung. Für die Förderung der veganen Ernährung und Lebensweise ist es daher wichtig, nicht nur das Problem des Fleischkonsums darzulegen, sondern Hilfe für die sofortige Verhaltensänderung bereitzustellen.

Käse kann Veganern gefährlich werden

Eine Master-Arbeit an der Uppsala Universität in Schweden hat herausgefunden, dass die Affinität zu Käse ein starker Faktor ist, der sich negativ auf die Intention zur weiteren veganen Ernährung auswirken kann. Auf den Käse folgten mangelndes Vertrauen in die eigene Fähigkeit, vegan zu leben, sowie amivalente Einstellungen zur veganen Ernährung. Aus diesen Befunden lassen sich Strategien ableiten, um einer Aufgabe der veganen Ernährung entgegenzuwirken. Die bessere Bekanntmachung und Verfügbarkeit von Käseersatz könnte hier eine bedeutsame Rolle spielen.

Psychologische Studie: Fleischesser trennen Fleisch vom Tier

Warum essen Fleischesser Fleisch, obwohl die große Mehrheit von ihnen nicht will, dass Tieren Leid zugefügt wird? Eine Serie an psychologischen Experimenten zeigt, dass das Fleisch in der inneren Verarbeitung von Fleischessern vom Tier dissoziiert (getrennt) wird. Dies wiederum senkt Empathie für das getötete Tier und fördert die Bereitschaft, das Fleisch zu essen. Wenn Fleischkonsum überwunden und eine vegane Lebensweise etabliert werden sollen, wird es entsprechend entscheidend sein, im Bewusstsein der Konsumenten das Fleisch wieder mit dem getöteten Tier zu verbinden.

Umfrage: Verbraucher sehen Tierleid als Problem

Eine durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Verbraucher und Verbraucherinnen sich des Tierleides bewusst ist, welches mit der Fleischerzeugung einhergeht. Zudem wird dies Tierleid mehrheitlich beklagt und das Tierwohl als ein wichtiges Ziel bejaht. Hier scheinen Verbraucher auch zu Verhaltensänderungen bereit zu sein. Diese sind allerdings erst sehr begrenzt erkennbar. Der Artikel stellt Befunde dar und diskutiert aus veganer Sichtweise, wie an die bereits vorhandene Sensitivität der Verbraucher für das Tierleid angeknüpft werden kann. Der Artikel argumentiert, dass das Tierleid, seine Vermeidbarkeit und die Alternative der heute sehr einfach praktizierten veganen Ernährung in der Diskussion mit tierwohlsensitiven Verbrauchern konsequent betont werden sollte.

Studie: Das sind die Motive für eine vegane Ernährung

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die meisten vegan lebenden Menschen mehr als ein Motiv für ihre vegane Lebensweise benennen. Am wichtigsten sind Motive aus dem Bereich Tierschutz/Tierrechte, aber auch gesundheitliche Motive spielen eine zentrale Rolle. Ebenfalls relevant sind vor allem ökologische Motive, Motiven aus den Bereichen soziale Gerechtigkeit und Kapitalismuskritik kommt demgegenüber deutlich weniger Bedeutung zu. Die Studie zeigt zudem, dasssich vegan lebende Personen umso eher den künftigen Konsum von Tierprodukten vorstellen können, desto stärker sie gesundheitsmotiviert sind und desto eher keine Motive aus dem Bereich Tierschutz/Tierrechte benannt werden.

Umfrage: Sind Veganer menschenfeindlich?

Wie stehen Veganer zu ihren Mitmenschen? Hat das Klischee des menschenfeindlichen Tierfreundes einen Wahrheitsgehalt oder ist es ein Vorurteil? Sind Veganer gar anfällig für rechtspopulistische, fremdenfeindliche oder rechtsradikale Tendenzen? Gibt es bei vegan lebenden Menschen einen Zusammenhang zwischen Esoterik, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus? Diese brisanten Fragen haben wir in Form einer Umfrage untersucht. Hauptergebnis ist, dass die befragten vegan lebenden Personen in überwältigender Mehrheit einstehen für die vollständige Gleichberechtigung Homo- und Bisexueller, die gesellschaftliche Emanzipation und vollständige Gleichberechtigung von Transgender-Personen und Intersexuellen, den Schutz von Flüchtlingen, einschließlich des Ausstiegs aus der gegenwärtigen Abschottungspolitik, die Beendigung der andauernden Ausbeutung der dritten Welt, die Überwindung von Rassismus und Antisemitismus, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, die Überwindung der Tierausbeutung, friedliche Konfliktlösung und die Beendigung von Kriegen, den friedlichen Dialog zwischen unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen, die Herstellung von Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen und Handicaps, sowie den Kampf gegen Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus.

Fragebogenstudie: Fleischesser sind gegen Tierrechte

Eine Fragebogenstudie zeigt, dass Fleischesser am wenigsten geneigt sind, Tieren Rechte auf Leben und Leidfreiheit zuzuweisen, während Veganer am stärksten Tierrechte bejahen. In der Mitte befinden sich Vegetarier, die einerseits Tierrechte bejahen, andererseits aber auch ähnlich wie Fleischesser stärker an die Möglichkeit einer verantwortungsvollen Nutzung glauben. Dass es sich hierbei um eine Illusion handelt, die mit Rechten auf Leben und Leidfreiheit nicht vereinbar ist, sollte Vegetariern in der Diskussion aufgezeigt werden. Dabei sollten aber Vegetarier nicht mit Fleischessern gleichgesetzt oder als Gegner angesehen werden, sondern als Personen, die bereits in erheblich größerem Ausmaß als die Durchschnittsbevölkerung das Problem der Tierausbeutung erkannt haben und daraus erste, wenn auch noch unzureichende Konsequenzen gezogen haben.

Umfrage: Vegan und die Liebe

Wir setzen unsere Umfrage “Vegan und die Liebe” fort, die wir im Mai 2014 begonnen haben und über die wir zwischenzeitlich bereits mehrfach berichtet haben. Wir bitten um reichliche Beteiligung und auch Weiterempfehlungen und Verlinkungen der Umfrage, die bereits jetzt die größte Veganer-Umfrage im deutschsprachigen Raum ist – danke!

Neue Umfrage: Vegan, Esoterik und Politik

Es gibt viele Spekulationen über die Verbreitung von esoterischen, spirituellen und religiösen Einstellungen und Praktiken in der veganen Szene sowie deren Zusammenhängen zu gesellschaftlichen Überzeugungen. Der Reichhaltigkeit der Spekulationen steht ein Mangel an Daten gegenüber. Deshalb führen wir jetzt eine Umfrage durch zum Thema “Religiöse-spirituelle Überzeugungen, Atheismus/Agnostizismus, Ernährung und gesellschaftliche Einstellungen”:

HIER ZUR UMFRAGE!

Gericht orientiert sich an DGE : Keine Pflicht zum veganen Schulessen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat entschieden, dass es für Schulen in Berlin nicht verplichtend sei, veganen Kindern veganes Essen zur Verfügung zu stellen. Bei seiner Entscheidung berufen sich Schule und Gericht auch auf die neuerliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die insofern weiterhin in institutionellen und gerichtlichen Praktiken der Diskriminierung vegan lebender Personen Vorschub leistet. Blockiert wird dabei ausgerechnet diejenige Ernährungsform, die gemäß wissenschaftlicher Befunde am ehesten dazu in der Lage ist, eine nachhaltige Welternährung zu gewährleisten.