Alltag & Informationen

Kategorie: Alltag & Informationen | 495 Beiträge

Darum sind vegane Ersatzprodukte wichtig

Es gibt vegan lebende Personen, die vegane Ersatzprodukte kritisieren und die Ähnlichkeit zum Tierprodukt als geradezu öbszön erleben. Tatsächlich aber sprechen wichtige Argumente für die weitere Verbreitung und Entwicklung von veganen Ersatzprodukten, da deren Verfügbarkeit es Menschen erleichtert, zur veganen Lebensweise zu wechseln.

Veganer sind gerne Gutmenschen

Immer wieder wird vegan lebenden Menschen vorgeworfen, Gutmenschen zu sein. Hierüber brauchen sich Veganer nicht zu ärgern, denn Gutmensch zu sein, ist in Wirklichkeit ein Kompliment. Während Veganer versuchen, diese Welt ein Stück weit besser zu machen, bekennen sich die Kritiker dazu, Schlechtmenschen zu sein, die selbst nichts tun, um bestehendes Unrecht und Leid zu mindern.

Eier zerstören thailändisches Dorf

In Form einer großen Anzahl von Hühnerfarmen hat die Agrarindustrie den Einwohnern des thailändischen Dorfes Pa Moim in den letzen 10 jahren alle Lebensqualität geraubt. Die Einwohner leben mit unerträglichem Gestank und einer Fliegeninvasion, die ihnen ein normales Leben unmöglich machen. Deutlich wird erneut, wie die Nutztierhalrung gleichzeitig tierunwürdig wie menschenverachtend ist. Wenn weiterhin auf Tierprodukte in der menschlichen Ernährung gesetzt werden soll, ist die Massentierhaltung dabei unvermeibar, da mehr als 7 Milliarden Menschen nicht ohne Massentierhaltung mit Tierprodukten versorgt werden können. Die einzige Alternative zu der in der Massentierhaltung sichtbar werdenden Tier- und Menschenverachtung ist daher die vegane Lebensweise.

Breaking Vegan“ – wie eine Essstörung zu einem irreführenden Buchtitel führte

In dem Buch “Breaking Vegan” schildert Jordan Younger, wie sie ihre vegane Ernährung aufgab und zu seelisch-körperlicher Gesundheit fand. In Wirklichkeit handelt das Buch von einer essgestörten jungen Frau, die sich – wie sie selbst sagt – hinter der veganen Ernährung nur versteckte. Sie suchte ihren Ausweg nicht in einer gesunden, veganen Kost, sondern in einer extrem eingeschränkten Ernährung und schließlich fast nur noch in Säften. Das Buch ist bewegend, weil es das Ausmaß der zwanghaft-wahnhaften Beherrschung durch eine Essstörung deutlich macht. Nur sollten sich die Leser vor dem Fehlschluss hüten, das Buch handele, wie sein Titel suggeriert, von veganer Ernährung.

Werbung für Vegetarismus erzeugt mehr Veganer

Eine Marketing-Untersuchung von James Waters zeigt, dass Kampagnen, die für die vegetarische Lebensweise werben, auch die Anzahl der Veganer erhöhen. Grund ist, dass ein Teil der Neu-Vegetarier später vegan wird. Umgekehrt erhöhen rein vegane Kampagnen die Anzahl der Vegetarier, weil ein Teil der neu gewonnenen Veganer zur vegetarischen Ernährung wechselt. Insgesamt ergeben sich Hinweise, dass vegetarische Kampagnen besser Omnivoren und vegane Kampagne besser Vegetarier für einen Verhaltenswandel erreichen können. Aus veganer Sichtweise sollte daher der Wechsel von Fleischessern zu einer vegetarischen Ernährung begrüßt und forciert werden, da sich hieraus ein erhöhtes Potential an Vegetariern ergibt, die für die vegane Lebensweise gewonnen werden können. Zwar ist es ebenfalls möglich und sinnvoll, zusätzlich für einen direkten Wechsel vom Fleischkonsum zum Veganismus zu werben, diese Kampagnen sollten aber Fleischessern auch die Möglichkeit zu einem vegetarischen Zwischenschritt aufzeigen, um möglichst viele Personen zu erreichen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass es einer Reihe so direkt neu gewonnener Veganer nicht gelingen wird, die vegane Lebensweise auch dauerhaft beizubehalten.

Großbritannien: Neuer Labour Chef isst kein Fleisch

In Großbritannien wurde soeben Jeremy Corbynallen Warnungen der alten Blair-Zirkel zum Trotz zum Vorsitzenden der Labour-Partei gewählt. Corbyn steht für einen konsequent auf soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Umweltschutz orientierten politischen Kurs. Er ist zudem der erste Vorsitzende in der Geschichte der Labourpartei, dem die gefährlichen und unwürdigen Auswirkungen der Fleischindustrie bekannt sind und der daraus den Schluss gezogen hat, kein FLeisch zu essen. Auch wenn er lediglich vegetarisch lebt und den konsequenten nächsten Schritt zu einer veganen Lebensweise noch nicht gegangen ist, ist die Wahl Corbyns auch für Veganer Grund zu Freude und Hoffnung.

Ellen DeGeneres: Fall eines veganen Idols

Ellen Degeneres ist für viele ein veganes Idol. Nun aber verkauft sie Schuhe aus Leder und Wolle. Der Schock in der veganen Community sitzt tief. Dieser Artikel beschäftigt sich mit zwei Fragen: Wie lässt sich das Verhalten von Ellen Degeneres erklären? Welche Konsequenzen sollte daraus die vegane Community ziehen?

Veganerin wird Schatten-Landwirtschaftsministerin in Großbritannien

In Großbritannien wurde soeben die Veganerin Kerry McCarthy durch den neuen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn zur Schatten-Landwirtschaftsministerin ernannt. Auch wenn sie keine großen Sprünge durchsetzen wird können, ist diese Ernennung für die vegane Sache doch ein Schritt voran. Künftig wird die britische Öffentlichkeit mindestens vermutlich etwas besser über die negativen Auswirkungen der Nutztierhaltung und die vegane Alternative informiert werden. Die harsche Kritik der Nutztierhaltungs-Lobby und rechtskonservativer Kreise an der Ernennung McCarthys machen die Bedeutsamkeit dieser Ernennung umso deutlicher.

Steigender Fleischkonsum in Entwicklungs- und Schwellenländern – was tun?

Der Fleischkonsum in Entwicklungs- und Schwellenländern ist bei weitem geringer als in den Industrieländern, nimmt aber kontinuierlich zu. Weltweit ist daher trotz Stagnation in den Industrieländern eine Zunahme des Fleischkonsums zu verzeichnen. Gegenwärtig konzentriert sich die vegane Bewegung aber vorwiegend auf Industrieländer. So notwendig auch Veränderungen in den sich durch extremen Fleischkonsum auszeichnenden Industrieländern sind, so wäre es doch schädlich, wenn weiterhin die Schwellen- und Entwicklungsländer nicht hinreichend berücksichtigt werden würden. Denn in den Schwellen- und Entwicklungsländern wird sich maßgeblich entscheiden, wie sich der Fleischkonsum in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln wird. Der Einsatz für die Verbreitung der veganen Lebensweise in den Schwellen- und Entwicklungsländern ist ein Ausdruck internationaler Solidarität, die derzeit noch viel zu kurz kommt.