Alltag & Informationen

Kategorie: Alltag & Informationen | 495 Beiträge

Skandal-Abschiebung: Sachsen nimmt hochschwangerer Frau ihren Partner

Was für eine Grausamkeit: Die 19 jährige Abiturientin Jessica B. und ihr 32 jähriger Freund Kamel G. freuten sich auf die Geburt ihres gemeinsamen Kindes, als ihren Zukunftsplänen durch die nächtliche Abschiebung von Kamel G. nach Italien ein jähes Ende bereit wurde. Der Fall ereignete sich in Zwickau. Politisch verantwortlich ist Sachsens Innenminister Markus Ulbig, der sich soeben um das Amt des Oberbürgermiesters von Dresden bewirbt.

Wer Fleisch isst, denkt eher rechts

Fleischessen ist assoziiert mit rechtsgerichteter Ideologie, dies zeigt eine neue Studie, die soeben im British Journal of Food veröffentlicht wurde. Der Veganismus, dies wird hieraus noch einmal deutlich, ist nicht unpolitisch, sondern ist mit seinem Streben nach einer gerechteren Welt im linksgerichteten Spektrum verankert. Wer vegan lebt, denkt meistens politisch links. Der Veganismus möchte die Wertigkeit von Leben und Schutzrechte über die Arten hinaus generalisieren und nicht einschränken. Damit ist jeder Versuch der Vereinnahmung der veganen Lebensweise durch rechtsgerichtete Kreise mit den Grundsätzen des Veganismus unvereinbar.

Gleichklang-Shop mit veganen, bio und fair trade Produkten eröffnet

Soeben haben wir mit demGleichklang-Shopeinen Online-Laden eröffnet, indem eine kleine Anzahl an Produkten erhältlich ist, die nach unserer Einschätzung einen besonders hohen praktischen und ethischen Wert aufweisen. Es sind Produkte, die typischerweise nicht im Bio-Laden nebenan erhalten werden können. Selbstverstädnlich ist alles vegan und vieles bio und fair trade. Die Einnahmen verwenden wir für die weitere Bekanntmachung und Weiterentwicklung unserer Kennenlern-Community www.Gleichklang.de.

Kork statt Leder: Ein unterstützenswertes Projekt

Das Unternehmen Bleed-Clothing möchte eine komplette Modekollektion auf der Basis schwarzgefärbten Korks herstellen. Damit will das Unternehmen eine vegane, tierleidfreie, natürliche und ökologisch verträgliche Alternative zum Leder etablieren. Das Projekt dient ebenfalls dem Erhalt der Korkwälder und hat auch eine soziale Ausrichtung, indem es einen Ausstieg auf unsolidarischen Handelsstrukturen anstrebt. Derzeit wird für das Projekt über ein Crowdfunding ein Startkapital eingesammelt. Ein Erfolg wäre sehr zu wünschen, zumal Lederalternativen auf Kunststoffbasis eine Reihe von Nachteilen haben, die durch Rückgriff auf einen ökologisch gewonnnen Naturstoff, wie Kork, überwunden werden könnten.

Bill Clinton´s Veganismus war nur kurzfristiger Hype

Bill Clinton lebt nicht mehr vegan, sondern isst Fisch, weil es angeblich schwer sei, mit der veganen Ernährung genug hochwertiges Eiweiß aufzunehmen. Das Negativbeispiel Bill Clinton macht erneut deutlich, dass bei der Verbreitung der veganen Ernährung Prominentenmodellen ein nur begrenzter Raum zugewiesen werden sollte. Wer sich aus rein egoistischen oder opportunistischen Gründen vegan ernährt, wird typischerweise der veganen Ernährung nicht lange treu bleiben und schnell in ein anderes Horn blasen. Dass dies nunmehr auch für Bill Clinton gilt, ist in Anbetracht seines lebenslangen Opportunismus nicht verwunderlich.

Hetzt dies Bild gegen Tomatenesser?

Tief im Inneren scheinen die meisten Menschen, Fleisch nicht mit Friedfertigkeit und Leben, sondern mit Gewalt und Tod zu assoziieren. Nur so lässt es sich erklären, dass die Veröffentlichung von Fotos mit blutigem Fleisch offenbar schnell als Hetze erlebt wird, während das Bild des spanischen Tomatenfestes wohl niemals als “Hetze gegen Tomatenesser” verstanden werden könnte.

Manfred Klimeks Lyrik auf das Schlachten

In einem Artikel im Zeitmagazin beschreibt Manfred Klimek das Geschäftsmodell eines Landwirtes, der kommerzielle Schlachtungen als Hausschlachtungen tarnt. Dadurch gelten für ihn deutlich geringere Tierschutzanforderungen. Manfred Klimek unterliegt aber in seinem Artikel einer Faszination des Tötens und verwechselt Ästhetik mit Ethik. Er plädiert für eine Tier-Mensch-Beziehung, reduziert aber in Wirklichkeit ein hochgradig komplexes und leidesfähiges Tier, wie das getötete Schwein, auf sein Fett. Er verkennt, dass das Problem der industriellen Massenschlachtungen nicht durch Hausschlachtungen, sondern durch die vegane Lebensweise gelöst werden kann.

CDU gegen fleischkritische Informationen in Niedersachsens Schulen

Die niedersächsische CDU protestiert dagegen, dass sich Schüler in den Schulen mit dem Fleischatlas und damit mit den negativen Folgen des Fleischkonsums auf die Umwelt auseinandersetzen. Damit positioniert sich die CDU in der Bundesrepublik Deutschland ähnlich wie die Republikaner in den USA als Lobbyistin der Agrar- und Tierausbeutungsindustrie und Gegnerin der veganen Lebensweise. Dies zeigt erneut, dass der Veganismus keineswegs unpolitisch ist, sondern sich in den bestehenden gesellschaftlichen Interessensgegensätzen auf der Seite von sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz und Tierschutz positioniert.

USA: Fleischlobby protestiert gegen Ernährungsempfehlungen

Die neuen US-amerikanischen Ernährungsrichtlinien des Dietary Guidelines Advisory Committee empfehlen den vermehrten Konsum pflanzlicher Lebensmittel und die Reduktion tierischer Lebensmittel. Hiergegen laufen die Fleischindustrie und die US-Republikaner Sturm. Vor allem kritisieren sie, dass die Kommission mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ihre Kompetenzen überschritten habe. Inhaltlich sind die Proteste absurd und mit der Faktenlage nicht vereinbar. Sie machen aber den Einfluss einer skrupellosen Industrie und ihrer Lobbyisten deutlich, denen es weder um Gesundheit und Nachhaltigkeit, sondern ausschließlich um ihre Milliardengewinnen geht, die sie aus gigantischer Tierausbeutung und Umweltzerstörung ziehen. Dabei sind die neuen Empfehlungen in Wirklichkeit äußerst moderat und unzulänglich. In Anbetracht von Umweltzerstörung und Tierleid wäre nämlich der Wechsel zu einer veganen Ernährung die angemessene Empfehlung gewesen. Es dürfte auch an dem Einfluss der Lobbyisten der Nutztierhaltung liegen, dass die Kommission diese naheliegende Empfehlung nicht ausgesprochen hat.