Wissenschaft & Gesundheit

Kategorie: Wissenschaft & Gesundheit | 279 Beiträge

Brustkrebs und Soja: Die Befundlage ist positiv

Eine wissenschaftliche Überblicksarbeit gelangt zu der Schlussfolgerung, dass bereits im Kindesalter beginnender Sojakonsum offenbar das Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken, reduzieren könne. Außerdem sprächen epidemiologische Studien für positive Auswirkungen von Sojakonsum auf eine bereits bestehende Brustkrebserkrankung. Vegan lebende Frauen brauchen insofern keine Angst vor einem erhöhtem Sojakonsum zu haben. Auch vegan lebende Eltern können für die Ernährung ihrer Kinder bedenkenlos Soja verwenden, womit sie womöglich gar eine spätere Brustkrebserkrankung ihrer Töchter verhindern können.

Vegan schützt die Umwelt

In einem neuen wissenschaftlichen Übersichtsartikel werden die vielfältigen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung auf die Umwelt herausgearbeitet. Deutlich wird, dass eine pflanzenbasierte und insbesondere eine vegane Ernährung einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Allerdings ist hierüber nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung informiert. Eine Umstellung auf eine umweltverträgliche Ernährung stehen zusätzlich die Tendenz zum Festhalten an alten Gewohnheiten und hedonistische Konsumbedürfnisse oftmals entgegen.

Vegan macht die Halsschlagader gesund

Nach neuen wissenschaftlichen Befunden führt eine vegane Ernährung offenbar zu einer Abnahme der Intima-Media-Dicke (Intima media thickness, IMT) der Arteria Karotis (Halsschlagader), was als ein wichtiger Schutzfaktor vor Herzerkrankungen gilt. Allerdings sind umfangreichere Studien notwendig, um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und IMT besser absichern und verstehen zu können. Integriert in die wissenschaftliche Gesamtbefundlage weist aber bereits jetzt dieser Befund erneut darauf hin, dass die Herzgesundheit durch eine vegane Ernährung profitieren kann.

Fragebogenstudie: Fleischesser sind gegen Tierrechte

Eine Fragebogenstudie zeigt, dass Fleischesser am wenigsten geneigt sind, Tieren Rechte auf Leben und Leidfreiheit zuzuweisen, während Veganer am stärksten Tierrechte bejahen. In der Mitte befinden sich Vegetarier, die einerseits Tierrechte bejahen, andererseits aber auch ähnlich wie Fleischesser stärker an die Möglichkeit einer verantwortungsvollen Nutzung glauben. Dass es sich hierbei um eine Illusion handelt, die mit Rechten auf Leben und Leidfreiheit nicht vereinbar ist, sollte Vegetariern in der Diskussion aufgezeigt werden. Dabei sollten aber Vegetarier nicht mit Fleischessern gleichgesetzt oder als Gegner angesehen werden, sondern als Personen, die bereits in erheblich größerem Ausmaß als die Durchschnittsbevölkerung das Problem der Tierausbeutung erkannt haben und daraus erste, wenn auch noch unzureichende Konsequenzen gezogen haben.

Fallbericht: Fettreiche vegane Ernährung heilt Herzerkrankung

Studien zeigen bereits, dass eine fettarme vegane Ernährung zur Rückentwicklung der koronaren Herzerkrankung führen kann. Nunmehr deutet ein medizinischer Fallbericht darauf hin, dass eine fettreiche vegane Ernährung sich womöglich ebenso positiv auf ein bereits erkranktes Herz auswirken kann.

Fleisch ist eine Frage der Machtausübung

Eine Fragebogenstudie zeigt, dass Fleischkonsum mit Streben nach Macht und Dominanz über andere zusammenhängt, während Fleischverzicht einem Streben nach Wohlergehen für alle entspricht. Diese Befunde zeigen, dass Veganer nicht unreflektiert für sich in Anspruch nehmen, moralisch zu handeln. Vielmehr ist Fleischkonsum tatsächlich mit gemeinhin als unmoralisch und egoistisch bewerteten menschlichen Strebungen verbunden.

Veganer gefährden unnötig ihre Herzgesundheit durch leicht vermeidbaren Vitamin B12 Mangel

Eine vegane Ernährung ist mit zahlreichen Auswirkungen assoziiert, die typischerweise die Herzgesundheit fördern. Beispielsweise haben Veganer einen geringeren Body-Maß-Index, günstigere Blutfettprofile und leiden seltener an Diabetes. Dennoch können große epidemiologische Studien keine signifikant geringere Häufigkeit von Herzerkrankungen bei Personen feststellen, die sich vegan ernähren. Eine neue Überblicksarbeit weist drauf hin, dass für diesen scheinbar paradoxen Befund ein leider bei sich vegan ernährenden Personen oft zu beobachtender Vitamin B12 Mangel verantwortlich sein dürfte. Dabei lässt sich ein solcher Vitamin B12 Mangel durch Supplementierung oder Konsum angereicherter Lebensmittel leicht vermeiden. Alle vegan lebenden Personen sollten dringend auf eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung achten.

Vegan reduziert Langzeit-Blutzucker bei Diabetikern

Eine vegane Diabetes-Diät reduziert den Langzeitzucker bei Patienten mit Diabetes II stärker als eine konventionelle Diabetes-Diät – dies ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Süd-Korea. Die Studie fügt sich in eine Vielzahl vergleichbarer Befunde ein, die zeigen, dass vegan Diabetes II vorbeugen und das Management der Erkrankung entscheidend verbessern kann.

Studie: Veganer sind empathischer als Vegetarier

Eine psychologische Online-Studie hat ergeben, dass Veganer empathischer, offener für neue Erfahrungen, emotional stabiler, zufriedener mit dem Leben und stärker an universalistischen moralischen Werten orientiert sind als Vegetarier. Auch die Tierliebe ist bei Veganern demnach stärker ausgeprägt als bei Vegetariern. Die Studie stützt die Annahme, dass der Veganismus eine besonders konsequente Form des Vegetarismus darstellt, wobei die vegane Lebensweise durch prosoziale Motive und sozial erwünschte Persönlichkeitsmerkmale offenbar gefördert wird.