Wissenschaft & Gesundheit

Kategorie: Wissenschaft & Gesundheit | 279 Beiträge

Studie in Indien: Fast dreifaches Brustkrebsrisiko für Fleischesserinnen

In einer neuen Fall-Kontrollstudie lebten Inderinnen, die wegen Brustkrebs in einem Krankenhaus behandelt wurden, sehr viel seltener vegetarisch als andere ansonsten vergleichbare Patientinnen. Dieser Befund stützt die sich auch aus großen epidemiologischen Untersuchungen ergebene Annahme, dass Fleischverzicht ein wichtiger Faktor der Krebsprävention sein kann. Dies gilt, so ergibt sich aus der aktuellen Studie, offenbar gerade auch für Brustkrebs. Die Studie enhält allerdings keine Differenzierung zwischen einer veganen und einer ovo-lacto vegetarischen Ernährung, wobei epidemiologische Studien, die zwischen vegan und ovo-lacto vegetarisch unterscheiden, aber darauf hinweisen, dass insbesondere die vegane Ernährung einen Schutzeffekt gegen Krebs aufweist.

Neue Studie: Keine Bedenken gegen Säuglingsernährung auf Sojabasis

Eine neue umfassende Analyse der vorliegenden wissenschaftlichen Befunde zur Ernährung von Säuglingen mit spezifisch für Säuglinge geeigneten Sojamilchpräparaten gelangt zu dem Schluss, dass Sojamilchpräparate für die Säuglingsernährung sicher sind. Kinder, die mit Sojamilchpräparaten ernährt wurden, zeigen eine vergleichbare Entwicklung, einschließlich reproduktiver und endokrinologischer Funktionen, wie alle anderen Kinder. Wenn eine Ernährung mit Muttermilch nicht oder nicht ausreichend möglich ist, können vegan lebende Eltern also ohne Bedenken zur Ernährung ihrer Kinder auf speziell für Säuglinge geeignete Sojamilchpräparate zurück greifen.

Vegan ist global gesehen die gesündeste Ernährung

Eine neue Studie eines belgischen Forscherteams zeigt, dass die vegane Ernährung global betrachtet die gesündestes Ernährungsweise ist. Im Mittelfeld liegen die vegetarische, semi-vegetarische und pescetarische Ernährung, während die Mischkost mit Fleisch am schlechtesten abschneidet.

Soja schützt vor Eierstockkrebs

Eine neue Studie aus China weist darauf hin, dass gesteigerter Sojakonsum eine wirksame Präventionsstrategie gegen Eierstockkrebs darstellen könnte. Chinesische Frauen mit hohem Sojakonsum wiesen in der Studie jedenfalls eine signifikant geringere Erkrankungshäufigkeit auf als Frauen, die nur wenig Soja konsumierten. Möglicherweise erklärt sich der mittlerweile wissenschaftlich immer stärker etablierte Schutzeffekt einer veganen Ernährung gegen Krebs teilweise mit dem höheren Sojakonsum vegan lebender Personen.

Fleischesser reden sich ihren Fleischkonsum schön

Eine neue Studie zeigt, dass Fleischesser wissen, dass Fleischkonsun falsch ist, sich den Fleischkonsum aber schön reden. Hieraus ergibt sich für die Verbreitung einer veganen Lebensweise der Ansatz, diesen Widerspruch gesellschaftlich und individuell bewusst zu machen.

Vegan, aber bitte mit Vitamin B12!

Eine neue Übersichtsarbeit zeigt, dass Vitamin B12 Mangel bei vegetarisch und noch stärker bei vegan lebenden Personen weit verbreitet ist. Dabei ist ein solcher Vitamin B12 Mangel einfach vermeidbar durch direkte Supplementierung oder durch Konsum angereicherter Lebensmittel. An alle vegan lebenden Personen ist deshalb die Forderung zu richten, eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung sicherzustellen, um ihre eigene Gesundheit nicht zu schädigen und auch um einer unberechtigten Diskreditierung der veganen Ernährung in der Öffentlichtkeit keinen Vorschub zu leisten.

Studie wiederlegt Mythos der herzgesunden Eskimos

Als Argument gegen die vegane Ernährung wurde und wird in Diskussionen immer wieder auf die angeblich so gute Herzgesundheit von Eskimos, die sich fast ausschließlich durch tierische Produkte ernähren, verwiesen. Ein soeben imCanadian Journal of Cardiologyveröffentlichter Forschungsartikel zeigt, dass die “gute Herzgesundheit” der Eskimos nichts als ein Mythos ist. Im Gegenteil ist die Gesundheit der Eskimos allgemein schlecht. So weisen sie eine sehr viel höhere Schlaganfallrate auf als andere Populationen und ihre Lebenserwartung ist um ca. 10 Jahre verkürzt. Eine Ursache hierfür ist vermutlich die ungesunde, weil vorwiegend auf Tierprodukten beruhende Ernährung.