Wissenschaft & Gesundheit

Kategorie: Wissenschaft & Gesundheit | 279 Beiträge

Veganer benötigen für ihre Herzgesundkeit kein Fischöl

Vegan lebende Personen benötigen die in Fischölen enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA nicht für ihre Herzgesundheit – dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die das Risiko eines plötzlichen Herztodes zwischen Veganern und Omnivoren (Mischkost mit Fleisch/Fiscch) verglichen hat.

Protein: US-Amerikaner vertrauen weiter auf Fleisch, Milch und Weißmehlprodukte

Trotz aller Aufklärungskampagnen und trotz eines wachsenden Trends zur pflanzenbasierten, veganen Ernährung stammt die Mehrheit des Proteins, welches die US-Amerikaner aufnehnehmen, aus tierischen Quellen. Aber auch der 30% Pflanzenprotein-Anteil gibt nur begrenzten Anlass zur Freude, da er vorwiegend aus typischerweise gezuckerten Weißmehlprodukten entstammt.

Pflanzenkost verhindert Nierensterben

Chronische Nierenerkrankungen lassen sich oft nicht medikamentös aufhalten und können zum Tod führen. Eine aktuelle Literaturauswertung zeigt, dass pflanzenbasierte Ernährung offenbar das Absterben von Nierengewebe verhindern kann. Demnach schützt pflanzliches Protein die Nieren, während tierisches Protein schädlich ist. Personen, die an chronischen Nierenerkrankungen leiden, ist die Umstellung ihrer Ernährung auf vegan zu empfehlen, auch wenn weitere Untersuchungen erforderlich sind.

= Macht versus Gerechtigkeit

Fleisch ist assoziiert mit dem Streben, andere Menschen zu dominieren. Fleischreduktion ist demgegenüber assoziiert mit dem Streben nach Gerechtigkeit und Fairness. Dies sind die Hauptergebnisse einer Studie, die im Journal Meat Science veröffentlicht wurde. Der Befund stimmt mit vorherigen Befunden überein, dass Fleischkonsum mit rechtgerichteten Einstellungen und Vorurteilen verbunden ist. Diese Befunde sind wiederum im Gesamten konsistent mit der prosozialen Motivation, die im Regelfall den Hintergrund für eine vegane Lebensweise bildet. Für die weitere Ausbreitung der veganen Lebensweise wird es von daher entscheidend sein, die Gerechtigkeits- und Fairnessorientierung des Veganismus noch bekannter zu machen.

Vegan senkt Gesundheitskosten und hilft so der dritten Welt

Eine vegane Ernährung bietet wirksamen Schutz gegen Adipositas (krankhaftes Übergewicht) und die daraus entstehenden negativen Folgewirkungen des metabolischen Syndroms, welches mit einer Versechsfachung der Gesundheitskosten verbunden ist. In den USA ist bereits jeder fünfte Einwohner von dem metablischem Syndrom betroffen, aber auch in den Entwicklungsländern und Schwellenländern nimmt die Problematik mit einer beginnnenden Adipositas-Epidemie zu. Gerade die Entwicklungsländer und Schwellenländer können sich eine Zunahme der Gesundheitskosten nicht leisten, so dass Gefahren sichtbar werden, dass eine Adipositas-Epidemie die ohnehin unzureichende Versorgung in diesen Ländern weiter gefährden könnte. Der Wechsel zu einer veganen Ernährung wäre insofern auch gerade für die Entwicklungsländer und Schwellenländer eine wirksame Methode, um eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu verhindern und mehr Mittel für die angemessene medizinische Versorgung ihrer Bevölkerungen bereit stellen zu können. Vegan ist so auch eine Frage der internationalen Solidarität.

Umfrage: Mehr als 80% wissen nicht, dass die Nutztierhaltung das Klima belastet

Wissenschaftlich ist unstrittig, dass die Nutztierhaltung und damit der Konsum von Fleisch, Eiern und Milch das Klima schädigt. Eine neue Umfrage aus England zeigt aber, dass der großen Mehrheit der Bevölkerung dieser Sachverhalt nach wie vor unbekannt ist. Lediglich 18,4% der Befragten gaben an, der Klimawandel könnte durch eine Reduktion des Konsums von Fleisch, Milch oder Eiern abgemindert werden. Möglicherweise erklären nicht nur mangelnde Veränderungsbereitschaft und Disziplin, sondern auch diese eklatante Wissenslücke, dass nach wie vor sich nur eine sehr kleine Minderheit der Bevölkerung für die umweltschonende vegane Lebensweise entscheidet. Es besteht Aufklärungsbedarf, wobei hier den großen Umweltverbänden eine besondere Verantwortung zukommt, der sie derzeit noch nicht ausreichend gerecht werden.

Warum essen Menschen Fleisch und was kann dagegen getan werden?

Eine neue Untersuchung zeigt, dass bei den meisten Menschen eine ausgeprägte Bindung an das Fleisch als Nahrungsmittel besteht. Die Facetten der Bindung an das Fleisch lassen sich als Hedonismus, Berechtigung, Abhängigkeit und Affinität beschreiben. Je stärker ein Mensch an das Fleisch gebunden ist, desto weniger ist er bereit, Fleisch zu ersetzen oder sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Die Ergebnisse der Studie machen es nachvollziehbar, warum die überwältigende Mehrheit der Menschen weiterhin am Fleischkonsum festhält und der Anteil der vegetarisch oder vegan lebenden Personen so gering ist. Gleichzeitig ergeben sich hieraus wertvolle Strategien, um Menschen für eine vegane Lebensweise zu gewinnen. Denn die Argumente für den Fleischkonsum sind leicht widerlegbar und gute vegane Alternativen können aufgezeigt werden.

Abnehmen geht am besten vegan

Eine neue Meta-Analyse zeigt, dass vegan am effektivsten ist, wenn eine Gewichtsabnahme erreicht werden soll. Zudem zeigt eine weitere Studie, dass vegane Diätempfehlungen genauso oft befolgt werden wie nicht-vegane Diätempfehlungen. Damit sollte die Empfehlung einer veganen Diät für eine Gewichtsabnahme den Standard darstellen, da vegan die größte Wirksamkeit zeigt und gleichzeitig eine ebenso gute Compliance erreicht wie nicht-vegane Diäten.

Vegan beseitigt Angina Pectoris

In „Case Reports in Cardiology“ wurde soeben der Fall eines Mannes veröffentlicht, der sich mit den typischen Symptomen einer Angina Pectoris präsentierte. Ein Belastungs-EKG bestätigte die Symptomatik. Der Patient wies zusätzlich einen grenzwertig erhöhten Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und einen BMI von 26 auf. Unter einer veganen Ernährung kam es zu einer rapiden Rückentwicklung der Symptomatik wie auch zu einer Normalisierung von BMI, Cholesterin-Werten und Blutdruck. Die Autoren empfehlen allen Patienten mit Arterienverkalkung, zunächst mit einer veganen Ernährung zu beginnen.

Diabetische Neuropathie: Für vegan ist es nie zu spät!

Die diabetische Neuropathie ist eine oftmals sehr schmerzhafte Spätkomplikation einer DIabetes-Erkrankung, die nur noch eingeschränkt behandelbar ist. Eine neue Studie gibt den Betroffenen Anlass zur Hoffnung auf eine deutliche Minderung ihrer Beschwerden: Durch eine vegane Ernährung lassen sich die Symptome einer diabetischen Neuropathie signifikant reduzieren. Damit gilt für Diabetes-Patienten, dass es für einen Wechsel zu einer veganen Ernährung nie zu spät ist.