Wissenschaft & Gesundheit

Kategorie: Wissenschaft & Gesundheit | 279 Beiträge

Zink und Schwangerschaft

Zink gehört zu den kritischen Nährstoffen, auf die sich vegetarisch oder vegan ernährende Personen besonders achten müssen, wobei bei guter Ernährungsplanung eine rein vegane Kost den Zinkbedarf decken kann. Eine neue Studie zeigt, dass vegetarisch lebende schwangere Frauen zwar weniger Zink aufnehmen als fleischessende schwangere Frauen, sich ihre Zink-Gehalte im Plasma/Serum und auch der Schwangerschaftsverlauf aber nicht von den fleischessenden schwangeren Frauen unterscheiden. Dennoch gilt die dringende Empfehlung, in der Schwangerschaft besonders auf die Zinkversorgung zu achten, zumal vegetarische und fleischessende Schwangere in dieser Studie weniger Zink aufnahmen als empfohlen.

Vegane Ernährung hilft bei Diabetes II

Diabetes II ist in westlichen Industrieländern ein ernsthaftes Gesundheits-Problem. Eine neue Studie zeigt, dass eine vegane Diät stärkere positive Auswirkungen auf die Nüchtern-Blutglucosekonzentration, den systolischen Blutdrucks und den diastolischen Blutdruck hat als eine nicht-vegane Diabetes-Standarddiät. Leider ist die Wirksamkeit einer veganen Ernährung für ein verbessertes Krankheitsmanagement aber vielen Patienten mit Diabetes II noch unbekannt.

Doppelte Ernährungspyramide zeigt Vorteile veganer Ernährung

Das Barilla Center for Food and Nutrition hat eine doppelte Ernährungspyramide entwickelt, die seinen Betrachtern die Zusammenhänge zwischen Gesundheitswert und Umweltbelastung der durch sie konsumierten Lebensmittel sofort vor Augen führt. Prägnant erkennbar ist, dass pflanzliche Lebensmittel gesünder und gleichzeitig auch weniger umweltbelastend sind als tierische Lebensmittel. Die Pyramide eignet sich gut, um über die Vorteile einer veganen Ernährung aufzuklären.

Herzgesundheit: Vegan, aber bitte mit Vitamin B12

Veganer weisen ein optimales Profil der klassischen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Herzerkrankung auf, wie den Blutfetten oder dem Blutdruck. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt allerdings, dass die Herzgesundheit von Veganern dennoch nicht so viel besser ist wie die Herzgesundheit von Fleischessern, weil viele Veganer nicht auf eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung achten. Dies erhöht aber das Risiko für eine Herzerkrankung, was dem eigentlichen Schutzeffekt einer veganen Ernährung leider entgegenwirkt. Wer ein gesundes Herz haben will, sollte sich daher vegan ernähren, aber bitte mit Vitamin B12-Supplementierung.

Keine Knochenprobleme durch vegane Ernährung

Eine neue Studie zeigt, dass entgegen so mancher Mutmaßung eine vegane Ernährung nicht die Knochendichte beeinträchtigt. Sofern Probleme bestehen, können Veganer durch einen erhöhten Konsum von Pflanzenprotein leicht für Abhilfe sorgen. Grundsätzlich aber brauchen sich Veganer um ihre Knochengesundheit aufgrund ihrer Ernährung keine besonderen Sorgen machen.

Diabetes: Patienten wissen nichts über Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung

Eine pflanzenbasierte und insbesondere auch eine vegane Ernährung wirken sich günstig auf den Verlauf von Diabetes II Erkrankungen aus. Eine neue Studie zeigt aber, dass Diabetes-Patienten von den Vorteilen einer pflanzenbasierten Ernährung kaum etwas wissen und auch durch ihre Behandler mehrheitlich nicht informiert werden. Die Studie hat weitergehende Implikationen für Strategien zur Verbreitung pflanzenbasierter veganer Ernährungsweisen.

Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung kann optimiert werden

Eine vegane Ernährung führt in vielen Bereichen zu einer besseren Nährstoffversorgung als eine Mischkost mit Fleisch (omnivore Ernährung). Es gibt aber einige kritische Nährstoffe, auf die besonders vegan lebende Personen achten müssen. Dies ist insbesondere die Versorgung mit Vitamin B12, Vitamin D, Calcium und Zink. Nur bei Vitamin B12 ist eine Supplementierung oder der Konsum angereicherter Lebensmittel zwingend, bei Vitamin D kann dies aber ebenfalls bei mangelndem Aufenthalt im Freien notwendig werden. Auch die Calcium-Versorgung kann ggf. über den Konsum angereicherter Produkte, wie Soja-Milch oder mit Calciumcitrat hergestelltem Tofu, verbessert werden. Die vegane Ernährung wird oft als eine Mangelernährung missverstanden. Entsprechend tritt schnell die Frage nach möglichen Nährstoffmängeln auf, wenn über die vegane Ernährung diskutiert wird. In Wirklichkeit können Nährstoffmängel bei jeder Form der Ernährung auftreten, wenn sie nicht gut geplant wird und nicht ausgewogen ist. Die Gefahr einer mangelnden Nährstoffversorgung bei fehlerhafter Umsetzung spricht nicht gegen eine vegane Ernährung, sondern lediglich für die Notwendigkeit von Optimierungen.

Vegan ist die nachhaltigste Ernährungsweise

Eine Studie zeigt, dass die vegane Ernährungsweise von sechs untersuchten Ernährungsweisne die nachhaltigste ist. Zudem erreicht sie ebenfalls einen Spitzenplatz bei der Gesundheitsförderlichkeit, wobei sie nur knapp hinter der mediterranen Ernährung auf Platz zwei kommt. Dafür ist die mediterrane Ernährung nicht nachhaltig und zudem ist es ebenfalls zweifelhaft, ob sie wirklich gesünder ist als die vegane Ernährung, da sich dies ausschließlich mit der Abwesenheit von Fischölen in der veganen Ernährung begründet.

Wie Fleischesser ihren Fleischkonsum rechtfertigen

Eine neuer Fachartikel im Journal Appetite zeigt, dass Fleischesser ihren Fleischkonsum damit rechtfertigen, dass Fleisch normal, natürlich, notwendig und wohlschmeckend (nice) sei. Je stärker Personen diese sogenannten 4N bejahen, desto seltener schränken sie ihren Fleischkonsum ein und desto weniger Fürsorge erleben sie für Tiere. Vegetarier und vegan lebende Personen bejahen die 4N entsprechend wesentlich seltener.