Tierrechte

Tierliebe und unsere Ernährung

Viele Menschen sind durchaus tierlieb. Sie empfinden Gefühle von Sympathie, Zuneigung und Mitleid für Tiere. Sie setzen sich dafür ein, einzelnen Tieren zu helfen. So auch dem Hund Shoep aus Wisconsan (USA), der an einer rheumatischen Arthritis leidet. Das Foto, das Shoep zur Minderung seiner Schmerzen gemeinsam mit seinem menschlichen Kompagnion beim Baden zeigte, löste völlig eine virale Spirale bei Facebook und eine erfolgreiche Spendenaktion aus. Mögen manche diese Tierliebe als Heuchelei betrachten, lässtsie sich in Wirklichkeit positiv nutzen, um für eine vegane Lebensweise zu werben.

Welteitag: Tag der traurigen Hühner

Eine Pressemitteilung der Tierrechte-Initative Maqi hat uns auf den Welteitag am 11.10.2012 aufmerksam gemacht. Ähnlich wie der Weltmilchtag für die Milch, soll der Welteitag für das Ei als Lebensmittel werben und den Eierkonsum steigern. Dieses Ziel ist freilich nur auf Kosten des Lebens von weltweit Milliarden Hühnern sowie auf Kosten der menschlichen Gesundheit erreichbar.

Individuelle Tierrettung – stehen Aufwand und Ergebnis in angemessenen Verhältnis?

Oftmals unternehmen wir vielfältige Bemühungen, um Einzeltiere zu retten. Erinnert sei an die Kuh Yvonne, die über monatelang allen Versuchen von Tierschützern trotzte, sie einzufangen. Ziel war, Yvonnen vor dem Vollzug der zunächst vorliegenden Abschussgenehmigung zu bewahren. Auch von tierschützerischer Seite wird andererseits der hohe Aufwand, den wir für die Rettung von Einzeltieren erbringen, in Anbetracht des millionenfachen Tierleides als unverhältnismäßig kritisiert. Was ist die richtige Balance zwischen Einsatz für Einzeltiere und gesellschaftlicher Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller Tiere?

Das Leben der Insekten

Veganer lehnen die intentionale Tötung von Tieren für menschliche Konsumbedürfnisse ab. Sie möchten damit einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung von Leid leisten, wobei die vegane Ernährung gleichzeitig die Gesundheit fördert, der Umweltverschmutzung entgegenwirkt und verbesserte Aussichten dafür schafft, den Welthunger zu überwinden. Aber leiden Insekten und wie sollten wir zu ihnen stehen?

Grausamkeit gegen Tiere: Kein Grund für europäische Überlegenheitsgefühle

Es gibt sie wirklich, die Tierschützer und Veganer, die die Schuld für das Tierleid vorwiegend anderen Völkern, Kulturen und Religionen ankreiden möchten und sich dabei als Mitglieder einer überlegenen westlichen Kultur und Zivilisation wähnen. Tatsächlich beruhen ihre Argumente auf Irrtümern und kognitiven Verzerrungen, hinter denen auf Unkenntnis beruhende Vorurteile stehen. Mit reflektiertem Tierschutz und Veganismus sind Rassismus und Kultur-Chauvenismus jedoch gänzlich unvereinbar.

Konsequenz nicht-veganer Lebensweisen: Massentötungen von Tieren wegen Krankheiten

Wieder werden Hunderttausende Vögel zur Eindämmung der Vogelgrippe getötet und ihre Körper anschließend vernichtet. Vielen Menschen ist noch nicht ausreichend bewusst, dass solche Massentötungen von Tieren notwendige Folge jeder Form der Nutztierhaltung sind. Solange wir Nutztiere halten, solange werden periodische Massentötungen stattfinden. “Go vegan” ist die einzige Möglichkeit, um den Massentötungen einen wirksamen Riegel vorzuschieben.

Wie die Nutztierhaltung die Wissenschaft pervertiert: Die Studie der Katerina Blagoevska als Fallbeispiel

Ein Forscherteam mit der Erstautorin Katerina Blagoevska vom Zentrum für Tierschutz (!) der tiermedizinischen Fakultät der Universität Skopje in Mazedonien gelangte zu der Erkenntnis, dass männliche Küken, denen kein Wasser und/oder Futter zur Verfügung gestellt wird, abnehmen, Verhaltensauffälligkeiten zeigen und häufiger sterben als Küken, die über Wasser und Futter verfügen können. Die Wissenschaftler stellten ebenfalls fest, dass m stärksten diejenigen Tiere beeinträchtigt wurden, die weder über Wasser noch über Futter verfügen konnten. Fast jedes dritte dieser Tiere starb innerhalb von vier Tagen. Für die Mast und Produktion von Hähnchen sei es daher erforderlich, für diese Wasser und Futter zur freien Verfügung bereit zu stellen, schließen die Autoren. Aus Tierschutzsicht ist diese Studie eine Perversion, der die Perversion der Nutztierhaltung entspricht. Die Nutztierhaltung bemüht für ihre Zwecke die Wissenschaft, wobei sich ohne weiteres Wissenschaftler finden, die bereit sind, sogar im Namen des Tierschutzes Tierleid zu erzeugen.

Viele Konsumenten von Tierprodukten machen sie keine Gedanken darüber, dass sie mit ihrem Konsum nicht nur die Nutztierhaltung an sich, sondern ebenso die vielen grausamen Experimente zu Haltungs- und Tötungsformen unterstützen, die für die Nutztierhaltungsindustrie durchgeführt werden. Erst eine vegane Gesellschaft, die Leidzufügung, Instrumentalisierung und Ausbeutung von Tieren ablehnt, wird solcher Wissenschaft ein Ende bereiten können. Jeder einzelne Mensch, der bereits jetzt vegan lebt, leistet einen wichtigen Beitrag für die Entstehung einer solchen Gesellschaft, indem er der Tiere konsumierenden Mehrheitgesellschaft vor Augen führt, dass das Leid, welches die Nutztierhaltung erzeugt, nicht notwendig, sondern vermeidbar ist.

„Fleisch nur aus “artgerechter Haltung“ und weitere flexitarische Illusionen

Die Argumentation der Flexitarier, ethisch verantwortbar leben und dennoch Tiere nutzen und töten zu können, ist nicht überzeugend. Flexitarier erkennen grundsätzlich die ethische Problematik der Fleischerzeugung, geben aber die falsche Antwort. Vegan zu leben, ist demgegenüber die folgerichtige Antwort auf die Erkenntnis, dass Fleischerzeugung und Leiderzeugung untrennbar miteinander verbunden sind.

Clara Bauke: Als Jugendliche vegan und für den Tierschutz

Die heute 16- jährige Clara Bauke hatte bereits im frühen Alter von 14 Jahren zur veganen Ernährung gefunden. Außerdem setzt sie sich auch in weiteren Bereichen für den Tierschutz ein und schreibt eine Kolumne bei PETA Kids. Als positives Rollenmodell berichtet Clara im Interview mit Vegan.eu über ihre Erfahrungen und Einstellungen zu Veganismus und Tierschutz.